Wo Elefanten kämpfen, leidet das Gras

Für die meisten Laien ist der ‚Secure Sockets Layer‘ (SSL) nur ein Begriff aus dem IT-Chinesischen. Dabei verbirgt sich hinter dem Begriff das Netzwerkprotokoll für die sichere Übertragung von Daten. Nur diejenigen Seiten, die gemäß SSL zertifiziert wurden, gelten als sichere Übermittler im weltweiten Datenverkehr.

Wenn jetzt ein Internet-Gigant wie Google einem geschätzten Zehntel aller Seiten das SSL-Misstrauen ausspricht und deren Zertifikate nicht länger anerkennt, dann gleicht dies einem mittleren Erdbeben in der IT-Welt.

Offiziell entzieht der Google-Browser ‚Chrome‘ den betroffenen Symantec-Seiten deshalb das Vertrauen, weil die Sicherheit dort nicht länger gewährleistet sei. Inoffiziell geht es wohl eher darum, dass Symantec unberechtigterweise massenhaft SSL-Zertifikate verteilt haben soll. Ein Kampf der Giganten also – von dem hierzulande bspw. auch ‚Spiegel Online‘, ‚Golem‘ oder ‚Wechat‘ betroffen wären, selbst ‚amazon‘ geriete ab Oktober 2018, ab der nächstfolgenden Chrome-Version also, ins Trudeln. Immerhin ist Google-Chrome weltweit der führende Internet-Browser.

Mit dem Erscheinen von ‚Chrome 66‘ im April 2018 soll die angekündigte Strafmaßnahme weltweit greifen. Der Chrome-Nutzer erhielte beim Aufruf betroffener Seiten dann einen Warnhinweis, dass der Inhalt der angewählten Homepage ‚nicht vertrauenswürdig‘ sei.

Unser IT-Service empfiehlt allen Betreibern von Homepages, die zertifizierte SSL-Sicherheit ihres Angebots bei SSL-Labs zu überprüfen. Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns einfach an.


Bremen, den 22. Februar 2018
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