Verschlüsselung: Alles soll geheim sein

Die Verschlüsselung verwandelt einen ‚Klartext‘ in einen ‚Geheimtext‘ (‚Chiffrat‘), den der Empfänger nur lesen kann, wenn er den passenden ‚Schlüssel‘ zur Entzifferung besitzt. Das Verfahren ist alt, sein Einsatz begann lange vor der ‚Digitalisierung der Welt‘. Nicht nur Texte lassen sich verschlüsseln, sondern auch Sprachaufzeichnungen oder (bewegte) Bilder.

Eine besonders einfache Form der ‚Codierung‘ ist bspw. das Morsealphabet. Wer die akustischen Zeichen mit Hilfe eines erlernten Schlüssels nicht in sinnvolle Buchstabenfolgen zurückverwandeln kann, der hört nur ein ‚Biep-biiiep-biep‘.

Im digitalen Bereich verläuft die Verschlüsselung heute weitgehend automatisiert. Wer eine E-Mail schreibt, dem fällt nicht mehr auf, dass seine Nachricht vor dem Absenden ‚verschlüsselt‘ wurde. Zum Entschlüsseln wird dann wiederum der passende Schlüssel benötigt, der einen Geheimtext in einen Klartext zurückverwandelt. Die meisten Hackversuche konzentrieren sich daher auf den Raub von ‚Schlüsseln‘ (z.B. auf Passwörter). Die Sorglosigkeit mancher Nutzer hier ist wirklich atemberaubend. Zum Einsatz kommen tausendfach noch immer Ziffernfolgen wie ‚1234‘, ‚Ich‘ oder ‚Passwort‘.

Vom ‚Schlüsselraub‘ oder von der ‚Entschlüsselung‘ muss die ‚De-Chiffrierung‘ oder das ‚Entziffern‘ getrennt werden. Hier kommen ‚Kryptoanalytiker‘ zum Einsatz, die aus Regelmäßigkeiten in den Zeichenfolgen auf das verwendete Verfahren rückschließen. Historisch ist das ‚Knacken‘ der deutschen Enigma-Maschine mit Hilfe der Turing-Bombe das berühmteste Beispiel.

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